Start der Vernehmlassung: Modell «Gesundheitliche Vorausplanung»

Öffentliche Vernehmlassung: Modell für die Umsetzung der Gesundheitlichen Vorausplanung

Eine umfassende Gesundheitliche Vorausplanung bildet die Grundlage, um medizinische Massnahmen bei plötzlicher, länger andauernder oder dauerhafter Urteilsunfähigkeit zu ergreifen oder zu unterlassen. Seit 2021 ist die nationale Arbeitsgruppe «Gesundheitliche Vorausplanung» im Einsatz, um Rahmenbedingungen und einheitliche Standards zu erarbeiten. Sie hat dazu ein Modell entworfen, das vom 17. Mai 2022 bis zum 15. Juli 2022 zur öffentlichen Vernehmlassung steht.

Bei der Gesundheitlichen Vorausplanung (GVP) geht es darum, frühzeitig Gespräche über persönliche Werte, Wünsche und Vorstellungen in Bezug auf die Behandlung und Betreuung bei Krankheit, Unfall oder Pflegebedürftigkeit anzuregen und für den Fall der Urteilsunfähigkeit für Drittpersonen greifbar festzuhalten. GVP fokussiert nicht isoliert auf das Lebensende, sondern auch auf Situationen längerer Urteilsunfähigkeit, für die im Voraus Handlungsanweisungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung festgehalten werden können.

Zur Förderung und Verbesserung der GVP gibt es in der Schweiz Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen, etwa bezüglich der Instrumente wie Patientenverfügungen, aber auch in der Beratung oder Finanzierung. Aus diesem Grund haben das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Schweizerische Akademie für Medizinische Wissenschaften (SAMW) 2021 im Auftrag des Bundesrates eine breit abgestützte Arbeitsgruppe eingesetzt. Das in der Zwischenzeit erarbeitete Modell für die Umsetzung der Gesundheitlichen Vorausplanung steht vom 17. Mai 2022 bis zum 15. Juli 2022 in der öffentlichen Vernehmlassung.

Interessierte Organisationen und Personen sind eingeladen, Stellung zu nehmen. Weitere Informationen und die Dokumente zur Stellungnahme finden Sie auf der Website der SAMW: samw.ch/vernehmlassung-gvp.

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Umsetzungsbeispiele