10. Forum

«Wie kann der Zugang zur allgemeinen Palliative Care gefördert und verbessert werden?», mit dieser Frage beschäftigten sich die rund 60 Forumsmitglieder an der 10. Austragung der Veranstaltung der Nationalen Plattform Palliative Care. Das Forum fand nach zweieinhalb Jahren wieder vor Ort im Bundesamt für Gesundheit (BAG) statt.

Zugang für alle

Symptome zu erfassen, zu behandeln und zu lindern, die letzte Lebensphase zu gestalten, Betroffene und Angehörige in der Entscheidungsfindung zu unterstützen und gemeinsam vorauszuplanen, ein Unterstützungsnetzwerk aufzubauen und zu koordinieren und die Angehörigen umfassend zu unterstützen und über den Tod hinaus zu begleiten – dies alles sind die Kernleistungen der allgemeinen Palliative Care. An der Veranstaltung erzählten Fachpersonen aus ihrer jeweiligen Perspektive, wie der Zugang zu Palliative Care in der Hausarztpraxis und zu Hause, im Pflegeheim und im Spital gelingen kann. Instrumente und Tools, um Personen in palliativen Situationen zu erkennen, können helfen, konkrete Hilfen frühzeitig zu organisieren und Behandlungspläne vorausschauend zu erstellen. Betreuende Angehörige werden dadurch rechtzeitig unterstützt und entlastet.

Aus der Sicht der Fachpersonen könnten die Kernleistungen der allgemeinen Palliative Care in der Praxis bewusster und systematischer erbracht werden. Wenn Fachpersonen – insbesondere Hausärztinnen und Hausärzte - palliative Situationen erkennen, können bei Bedarf spezialisierte Fachpersonen und mobile Dienste der Palliative Care frühzeitig beigezogen werden. Betreuende Angehörige profitieren davon, auch dies wurde an der Veranstaltung aus der Betroffenenperspektive eindrücklich erzählt.

Am Nachmittag konnten die Forumsmitglieder an verschiedenen Workshops am Thema weiterarbeiten.

Ziel der Tagung war es, die Mitglieder des Forums frühzeitig in die Umsetzung von Projekten, zur Förderung und Verankerung der allgemeinen Palliative Care einzubinden. In diesem Kontext sollen in den kommenden Jahren unter der Federführung von palliative.ch spezifische Projekte umgesetzt werden.

Zum Abschluss beleuchtete die Modedesignerin Bitten Stetter der Zürcher Hochschule der Künste in unserer Rubrik «Gedanken auf den Weg» Palliative Care und das Lebensende aus einer Designperspektive. Bitten Stetter beschäftigt sich in ihren Arbeiten vertieft mit «Tod und Design». Im Fokus des Referats stand das Spitalhemd, welches mit wenigen Anpassungen, wie zum Beispiel einer anderen Farbe, zu einem modischen Kleid verändert werden kann.